Archiv der Kategorie: Neues aus der Lehranstalt

Schiefertafel oder Schreibheft

Ich hatte den ersten Kontakt mit ihr im Philanthropin in Schnepfenthal, der Wirkungsstätte von Basedow und Gutsmuths, die durch ihre Arbeit Schule und Körpererziehung im deutschsprachigen Raum mit prägten. Hier lag sie in einem Schauschrank: die Schiefertafel. Seit dieser Zeit erster reformpädagogischer Anstrengungen – und das sind über 200 Jahre – haben Generationen von Schülern auf ihr das Schreiben und Rechnen gelernt. Damit war die Schiefertafel ein Erfolgsmodell: sie war billig, einfach zu handhaben und vor allem leicht.

In den 60iger Jahren sollte sie durch das Schreibheft ersetzt werden. Und selbstverständlich gab es genügend Lehrkräfte, die sich warnend gegen eine Einführung erhoben. Aber es hat sich durchgesetzt, das Schreibheft, trotz aller Widerstände.  Es füllt heute mit Heftern, Arbeitsblättern und Büchern die Schultaschen der Schüler, die sich wie Sherpas am Mount Everest in Richtung Schule bewegen. Moderne Schultaschen haben heute die Dimension von Trekking-Rucksächen. Selbst mit modernen Kunststoffen ist es nicht möglich, das Ranzengwicht unserer Großeltern zu erreichen. Meine Großeltern konnten noch über längere Strecken in die Schule rennen, um nicht zu spät zu kommen. Das schaffen heute nur gut durchtrainierten Schüler, wenn sie an ihre physischen Grenzen gehen. Sie sind dann zwar pünktlich, am Unterricht teilnehmen können sie nicht mehr.

Mit dem Gewicht einer Schiefertafel kann heute ein Tablet das gesamte Gewicht von Heftern und Büchern in sich aufnehmen und sie können zudem noch mehr als eine Schiefertafel, die einem Tablet-PC erstaunlich ähnlich ist. Es verwundert deshalb nicht, das der Technikzwilling in Schulen langsam Einzug hält. Damit droht Schreibheften und Büchern das gleiche Schicksal wie der Schiefertafel. Sie haben ausgedient. Die gleichen Argumente, mit der man die Einführung der Schreibehefte verhindern wollte, sollen heute die Einführung der Tablet-PCs verhindern. Wenn sich die Geschichte wiederholen sollte, gäbe es bald keine Schülerhefte mehr und die Schüler hätten vielleicht wieder eine Chance nicht zu spät zukommen.

Bioanalytik für Einsteiger

“Das Buch ist unglaublich … keine langweilige Sammlung von Kochrezepten wie bei Analytikbüchern üblich, sondern ein Abenteuerroman… Eine Reise durch die Welt der Bioanalytik. An jeder Ecke eine Überraschung!”

Prof. i.R. Georges M. Halpern, University of California at Davis

bioanalytikBeim Lesen von Bioanalytik für Einsteiger war mir auf Seite 94 sofort klar, das musst du unbedingt auch machen. Professor Renneberg bespricht hier die Funktionsweise von Schwangerschaftsteststreifen und gibt gleichzeitig eine methodische Anleitung, wie man dieses Thema im Unterricht behandeln kann.

Freitag Nachmittag in der 8. Stunde verbarrikadiert sich die Klasse 10b hinter ihren Bänken. Das Unterrichtsthema beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Funktion von Antikörpern. Gemächlich nähern wir uns dem Stundenhöhepunkt. Das Uringlas mit der Pappschachtel auf dem Lehrertisch ist noch bedeutungslos.

Nach der Wechselwirkung zwischen Antigen und Antikörper, komme ich auf die hohe Spezifik von Antikörpern und deren Anwendung zu sprechen. Mit Antikörpern lässt sich das Schwangerschaftshormon einfangen. Das Uringlas in der linken Hand, die Pappschachtel mit dem Schwangerschaftstest in der Rechten, erkläre ich dessen Funktionsweise. Das wollen wir ausprobieren und dafür brauchen wir Urin. Die Wochenendstimmung ist weg, die Aufmerksamkeit der Schüler richtet sich auf das Uringlas. Der Gedanke Urinabgabe purzelt ins Bewußtsein, was eine gewisse Heiterkeit auslöst, die durch meine Frage nach einer Probantin für die Urinabgabe noch gesteigert wird. Das kann doch nicht sein, sehe ich die Schüler denken. Ich zeige keine Anzeichen für eine Rückzieher. Fordernd blickend, innerlich schmunzelnd, lasse ich die Zeit an der Spannung arbeiten. Niemand schaut mich an, niemand reagiert (Gott seid Dank!). Das Uringlas und ich verlassen den Raum…

Ich komme zurück, das Glas voll gelblicher Flüssigkeit. Teststäbchen rein, einige Minuten warten. Teststäbchen raus, die beiden Testlinien zeigen eine dunkelrote Einfärbung. Der Schwangerschaftsnachweis ist positiv. Der Mann ist schwanger, die Klasse tobt. Drei Minuten später haben sich die Schüler beruhigt. Kann man das noch steigern? Man kann. Zur Nachkontrolle kommt jetzt der Biosensor zum Einsatz, den jeder Medikus im Mittelalter immer bei sich hatte: die Zunge. Beim Ansetzen des Uringlases ist Grabesstille im Biologiefachraum, die Mundwinkel der Schülerschaft bewegen sich gleichzeitig nach unten. Schülerblicke betteln, bitte aufhören. Mir schmeckt der Apfelsaft, obwohl es Überwindung kostet, aus einem Uringlas zu trinken. Das scheint auch der Grund zu sein, warum nach der Auflösung, kein Schüler zu einer Geschmacksprobe zu bewegen war. Das kann man nicht besser machen, für Schüler unvergesslich. Übrigens, Herr Professor, da der Apfelsaft auch in Deutschland “schwanger” macht, kann es hoffentlich nicht an den Pestiziden liegen.

Wie auch Biotechnologie für Einsteiger ein tolles Buch, das ebenso viel Interessantes sowie Anregungen für den Unterricht bereit hält, jedem Lehrenden und Lernenden als Empfehlung.

Risikosportart Minigolf

GolfballMit der Klasse 6a im Landheim. Wie immer will ich im Landheim meinen Schülern näher kommen, eine pädagogische Beziehung aufbauen, die die nächsten Wochen erträglich macht. Nach einigen Gesprächen, bei denen ich durch Zuhören ohne Wahrnehmung energiesparend Aufmerksamkeit simuliere, kommt Torben auf micht zu.  Mit meiner Standardfrage eröffne ich das Gepräch: “Was hast du denn am Wochenende gemacht?”. Die Antwort führt meine Wahrnehmung aus der Dämmerung. Torben war am Wochenende in Hamburg, seine Cousine hatte Firmung. Auf der Heimreise durfte er im Familien-Helikopter Copilot sein. Mir wird sofort klar, für eine erfolgreiche Landheimwoche muss ein echtes Event her. Meine Kollegin und ich entscheiden uns für Minigolf. Die Anlage liegt 5 Minuten Gehweg vom Landheim entfernt. Überzeugungsarbeit müssen wir nicht leisten, es war eine Wanderung geplant (3 Stunden Gehweg).

Voll pädagogischer Energie erreichen wir den Golfplatz, die Klasse im Schlepptau. Die Schüler werden beauftragt, die Anlage zu besichtigen und die Regeln auswendig zu lernen. Eine sinnvolle Aufgabe und Regeln verhindern Konfliktsituationen und damit die Verletzungsgefahr. Sicherheit geht uns Lehrern eben über alles. Wir dagegen machen uns auf, Golfschläger, Bälle und Punktelisten im nahegelegenen Hotel zu besorgen. Vorauspreschend verlangt meine Kollegin vom Fräulein an der Rezeption 30 Schläger, 30 Bälle und die Punktelisten. Mein Risikobarometer schießt nach oben. Ich muss eingreifen. Jeder Schüler ein Schläger und wir hätten ein Gemetzel auf der Kleingolfbahn. Von den Bällen scheint mir noch keine Gefahr auszugehen. Ich sollte mich täuschen.

Tellerlau, es regnet, die Kleingolfbahn ist glitschig. Trotz suboptimaler Bedingungen machen die Kinder einen begeisterten Eindruck. Ich kann es nicht fassen, welche Suggestivwirkung von diesem Spiel ausgeht. Alles ist perfekt. Aus den Augenwinkeln beobachte ich, wie Bengt um das grüne Fangtuch von Anlage 18 herumschleicht, die dazu gemacht ist, den Ball über eine Rampe in ein aufrecht stehendes Keschernetz zu spielen. Bei Fehlschlägen beendet das Tuch den Flugversuch des Balles. Eigentlich eine sichere Sache, wenn auch nicht besonders spannend. Trotzdem ist Bengt immer noch mit seiner Untersuchung beschäftigt. Nichts Gutes ahnend, nehme ich ihn ins Visier. Das Loch im Fangtuch hat die Größe eines Golfballes. Ich bemerke es erst, als sich Bengts Kopf zum Loch bewegt. Zu klein, denke ich, keine Gefahr. Da kommt der Aufschrei. Der Versuch durchzuschauen, wird hart bestraft. Das Unmögliche geschieht, der Ball presst sich durch die Öffnung und reist eine Schneise in die Augenbraue von Bengt, die umgehend in Rot eine Verletzung signalisiert. Abbrechen, denke ich, die Kinderaugen wollen etwas anderes. Was solls, sowas passiert im Leben nur einmal. Manchmal wird das Unmögliche eben wahr. Hätte ich doch auf meine erste Eingebung gehört.

Im Sekundentakt fliegen die Bälle in Richtung Loch, wobei sie es mit der Richtung nicht so genau nehmen. Golf ist eben eine Präzisionssportart. Zeit für einen Kaffee. Ich melde mich ab und suche das Hotel auf, um mittels Coffein die Geister der Nachtwache zu vertreiben.  Bei meiner Rückkehr lässt die Haufenbildung in der Spielfeldmitte nichts Gutes erahnen. Annemarie weint. Das Blut in ihrem Mundwinkel folgt der Schwerkraft. Meine Kollegin ist bereits dabei, die Spuren der Verletzung zu beseitigen. Ich schicke Lukas und Jörn ins Hotel. Sie sollen Eis holen. Eine Vernehmung von Annemarie ist nicht möglich, der Schock sitz tief. Der Klassenrest hat wie immer nichts gesehen.
“Ein Weiterspielen ist nur möglich, wenn ich weiß, wie das passiert ist”, starte ich einen Erpressungsversuch. Nicht unbedingt pädagogisch, aber mit schneller Wirkung. “Annemarie wollte nur mal schauen, ob Christin den Ball trifft”, bricht Bengt das Schweigen. Gott sei dank, keine Absicht und damit keine wochenlange Verhaltenstherapie beim Vertrauenslehrer. Warum Annemarie dies im Schlägerradius machen musste, will ich gar nicht wissen. Ein Blick auf die obere Reihe exakt platzierter Zähne (An dieser Stelle Dank allen Kieferorthopäden!) zeigt keine Lücken, die Fleischwunde an der Oberlippe wird schnell heilen.

Ein Weiterspielen ist bei einer Verletzungsrate von 2 Schülern pro Stunde für uns nicht mehr möglich. Das Risiko ist zu groß, wer weiß, was noch passiert. Wir brechen das Turnier ab und ernten dafür völliges Unverständnis. “Bei dieser Menge von Verletzungen”, erkläre ich den Kindern, “muss eine schriftliche Genehmigung der Eltern vorliegen, denn jetzt handelt es sich bei Minigolf um eine Risikosportart.” Die nonverbale Analyse ist eindeutig, sie glauben mir nicht.

Eins ist auf alle Fälle klar,  Helikopter fliegen ist sicherer und Golfschläger aus Plaste mit einem Schlägerkopf aus Schaumstoff sind empfehlenswert.

Nachtrag: Eigentlich gab es noch einen dritten Unfall. Tim hat ebenfalls einen Ball vor den Kopf bekommen. Aber, wenn ich das hier aufschreibe, bekomme ich Ärger mit der Schulaufsicht.

Die Handykiste – einen digitalen Entzug machen

Weg mit den HandyMit der Klasse 6a im Landheim. Mit einem angespitzten pädagogischen Konzept sind meine Kollegin und ich gut vorbereitet, um im Landheim angestauten Erziehungsdefiziten den Kampf anzusagen. Ein wesentlicher Baustein ist die “Handykiste”. Die Kinder sollen eine Woche nur begrenzt Zugriff auf das suchtgefährdende Gerät erhalten und zwar in einer festgelegten Zeit. Eine hübsche Idee, denke ich. Eine Woche ohne Handy, den Kopf völlig leer machen, digitale Abstinenz kennenlernen. Die Handynutzung wird auf 2 Stunden beschränkt, den Rest des Tages rekeln sie sich in der Handykiste.

Tag 1 verläuft wie geplant. Schon vor der ausgemachten Zeit stehen die Schüler Schlange zur Handyausgabe. Ein Schüler fehlt, bemerkt meine Kollegin. Der Vollständigkeit halber wird er geholt. Sein Kontaktbedürfnis ist offenkundig, es nicht vorhanden. Dem Kind ohne Suchtgefährdung wird trotz allem sein Gerät ausgehändigt. Das wäre ja noch schöner. Nun geht´s los: Mutti anrufen, Vati anrufen, sich untereinander anrufen. Ganz normal, denke ich. Es scheint alles in Ordnung. Die Abgabe verläuft geräuschlos. Entzugserscheinungen sind nicht zu beobachten.

Tag 2.  Der Gedanke mal rauszugehen, ist weit weg. Kinder der Großstadt. Ich beobachte die leere Spielwiese vor dem Haus, um dem Toben im Haus zu entkommen. Die Schlange der Handyausgabe hat sich halbiert. Ok, sage ich mir, gestern wurde alles geklärt, heute gibt es wahrscheinlich nichts zu erzählen. Ein freiwilliger Verzicht auf den Suchtauslöser, sehr lobenswert. Punkt 17.15 Uhr bemerke ich, wie die Handykiste anfängt, sich in Richtung Tischkante zu bewegen. Ich mache den Deckel auf und sehe, wie 5 – 6 Geräte versuchen durch Vibration auf sich aufmerksam zu machen. Serviceorientiert ergreife ich die Kiste und laufe los. Nachdem ich alle gefunden habe, bin ich schweißgebadet. Die Maßnahme die darauf folgt, ist nur konsequent. Alle Kinder schalten ihr Handy aus.

Tag 3. Bei der Handyausgabe lungern zwei Schüler herum. Die kleinen Nerds erhalten ihr Gerät und verschwinden damit in Richtung Aufenthaltsraum. Argwöhnisch beobachte ich die Kiste mit dem weggesperrten Suchtmittel. Meine Handy zeigt 17.15 Uhr, alles ruhig. 17.20 Uhr, Kiste ruhig, ich nicht. 17.25 Uhr geht´s los. Der Mobilfunkknochen meiner Kollegin fängt an zu bellen. Ihr SMS-Postfach läuft voll, Whats App überschlägt sich, es klingelt: Die Kinder sind nicht erreichbar.  Sofort purzzelt ein Gedanke in meinen neuronalen Arbeitsspeicher: Eine Suchtgefährtung der anderen Art. Wir haben noch viel zu tun. Kindergebrüll im Keller macht mich auf ein andere Erziehungsbaustelle aufmerksam…

Hier noch meine Einschätzung zur Handykiste: Als Präventionsmaßnahme für alle Beteiligten einfach nur top. Und vor allem bin ich froh, dass mir die digitale Nabelschnurverlängerung erspart geblieben ist.

 

Lass doch das Video erklären – Videotutorials

TutorialComputer und Technik Klasse 5. Die Aufgabe lautet: Speichern von Dokumenten auf ein Netzlaufwerk. Golo und Christian sind nach wenigen Minuten fertig. Anna und Ferdinand sind immer noch mit ihrem Anmeldevorgang beschäftigt, Passwort vergessen. Der Klassenrest ist fleißig am Suchen, wo sich nun das Netzlaufwerk befinden könnte, keine Gefahr. Halt dich ran, sage ich mir. Es gilt nun, alle auf einen Stand zu bringen, damit der Unterricht beginnen kann. Also muss ich erstmal die Passwörter für Anna und Franz zurücksetzen, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Die Unruhe im Bereich Golo nimmt zu, Christian ist leise, er beschäftigt sich eben mal mit den Steckverbindungen seines Bildschirms. Aus dem Augenwinkel sehe ich, Berit weint. Ich habe vergessen das Meldeverbot aus der letzten Stunde aufzuheben, ihr Bildschirm ist noch schwarz. Meine Nackenhaare alarmieren mich, dass etwas aus dem Ruder läuft.

Etwas überzeichnet vielleicht, aber vorstellbar. Die Technik hat manchmal ihr Eigenleben und der menschliche Fehler ist immer eine feste Größe. Wenn ich für jedes vergessene Passwort 5 Euro einsammeln würde, wäre ich ein reicher Mann. Kinder kommen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen aus aus der Grundschule. Sie sind zum Teil überfordert, weil sie noch nie einen Computer gesehen haben, andere fühlen sich unterfordert, weil sie sich als “Daueruser” sehen.

Warum nicht für das schulische Intranet oder sogar das Internet eine “Lernplattform” für die Klasse 5 erstellen, die es dem Anfänger ermöglicht, die notwendigen Kenntnisse zu erwerben, um zu den “Dauerusern” aufzuschließen. Ihnen also mehr Zeit geben, die notwendigen Fertigkeiten zu erwerben. Gleichzeitig den Kindern mit Vorkenntnissen ein Lernangebot zur Verfügung stellen, das sie herausfordert. Langeweile ist der Motor für Unruhe.

Mein Wahl sind Videotutorials. Sie sind nicht ohne Grund sehr beliebt. Die Kinder sehen, was sie tun müssen, ohne über den Sinn einer Bediengsanleitung nachzugrübeln (Ethologie: Nachahmungslernen). Schriftliche Anleitung sind selbst mir ein Greul. Ich nutze ausschließlich  Videotutorials für die Lösung von Technikfragen, soweit im Internet vorhanden. Sie bieten eine schnell nachvollziehbare Hilfe. Warum dieses Mittel nicht im Unterricht einsetzen, um differenziert zu arbeiten.

Hier eine kleine Auswahl von Screencast-Videorekordern, die ich selbst zum Erstellen von Videotutorials verwendet habe und noch verwende.

CamStudio Rekorder

Der CamStudio Rekorder ist ein kostenfreies Tool, das in englischer Sprache daher kommt. Was mich vorerst nicht gestört hat, da es ja nichts kostet.  Auf meinen Rechner lief es etwas rucklig. Woran das liegt, weiß ich nicht, die Technik ist jedenfalls auf dem neusten Stand.  Poblematisch war für mich das Einrichten des richtigen Codecs. Das habe ich einfach ohne die Überschreitung eines zeitlichen Rahmen, der als vernüftig zu bezeichnen ist, für mich nicht hinbekommen. Damit war der CamStudio Rekorder für mich erst einmal erledigt. Nach diesem Herumprobieren habe ich mich dem kostenpflichtigen, aber deutschsprachigen Video-Capture SnagIT 11 zugewandt.

SnagIT

Der Rekorder lässt sich vielfältig einsetzen und ist ohne große Einarbeitung zubedienen. Über Videocodecs muss man sich keine Gedanken machen, das Video kann direkt auf Youtube hochgeladen werden. Die Software verfügt über ein Upload-Toll, das alles übernimmt. Was mir fehlt, ist die Mölichkeit, den Mauszeiger und die Mausklicks farblich zu hinterlegen, was bei dem CamStudio Rekorder kein Problem war (bessere Visualisierung des Mauszeigers). Sollte jemand eine Alternative haben, möge er sich bitte melden. Sonst bin ich mit SangIT eigentlich ganz zufrieden. Überzeugt hat mich die unkomplizierte Bedienung, die ein Zweitstudium nicht erforderlich macht.

scenncast-o-matic

Die Plattform screnncast-o-matic.com ist ein webbasiertes Tool. Obwohl die Seite englischsprachig ist, lässt sich die Anwendung ziemlich gut bedienten. Mit einigen Klicks kann man Videos vom Bilschirm erzeugen. Damit eignet es sich besonders, wenn man keine Software auf dem Rechner installieren möchte. Ich nutze es, um in der schulischen Netzwerkumgebung Abläufe aufzuzeichnen, die mir zu Hause nicht zugänglich sind. Echt hilfreich. Auch kann man Schüler selbst im Unterricht Tutorials erstellen lassen. Bei der Aufgabenstellen unbedingt darauf achten, dass es Stummfilme sind, sonst nimmt die Unruhe wieder zu.

Wer selber oder mit seinen Schülern ein Videotutorial erstellen möchte, für den könnte der folgende Beitrag interessant sein: Lernvideos auf YouTube – selbst erstellen?