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Die interaktive Tafel – ein erster Eindruck

bombaDas Interaktive Wihteboard, auch Smartboard oder ActivBoard, soll die Kreidetafel ablösen. Die Hersteller singen ein Hohelied auf die neue Technik und versprechen interessierte Schüler und bessere Lernergebnisse. Welcher Lehrer wünscht sich das nicht.

Ein Blick auf die technischen Möglichkeiten wie die Darstellung von Hochglanzbildern oder die Einbindung audio – visueller Medien sind eine reizvolle Erweiterung der Unterrichtsgestaltung. Das Arbeiten mit digitalen Medien bedeutet aber auch einen gewissen Aufwand und die Technik will beherrscht sein. Inwieweit sich dieser Mehraufwand lohnt, der ja auch Kosten für Hardware, Software, Administration und Energie nach sich zieht, muss in Bezug auf methodisch – didaktische Einsparungseffekte, größere Lerneffekte usw. überprüft werden. Die Kosten-Nutzen-Rechnung muss aufgehen und nicht dem Motto “Ein Computer erleichtert dir die Arbeit, die du sonst nicht hast” folgen.

Eine sofortige und vollständige Umstellung auf interaktive Tafeln im ganzen Schulhaus war uns ein zu großes Wagnis. Fehlentscheidungen können kaum noch rückgängig gemacht werden. Die Erprobung bestimmter Systeme ist aufwendig und langwierig. Eine sukzessive Einführung der interaktiven Tafeln soll eine Whiteboard-Landschaft schaffen, die sich unseren Anforderungen anpasst. Zudem können Kollegen, die noch keine Erfahrungen mit interaktiven Tafeln haben, von erfahrenen Kollegen profitieren, da diese als Multiplikatoren fungieren.

In diesem Schuljahr wurde an unserer Schule ein neues Informatikkabinett eingerichtet, das mit einer interaktiven Tafel ausgestattet wurde. Über die Erfahrungen, die wir mit dem System machen und über die weitere Entwicklung im Umgang mit den Tafeln, soll an dieser Stelle berichtet werden.

Nach eingehender Recherche fiel die Auswahl für den Erwerb der Tafel auf die Firma d´Bomba concept aus Dresden. Ausschlaggebend war, dass sich die interaktiven Tafel individuell zusammenstellen lassen. Das gibt uns die Möglichkeit, zukünftig die Erfahrungen aus der Arbeit mit bereits erworbenen Geräten beim Zukauf einfließen zu lassen. Wichtig war auch, das die Firma aus der Region kommt. Davon versprechen wir uns eine schnelle und kundenorientierte Betreuung.

Das eBoard von Legamaster mit 88″ hat eine Hybrid-Oberfläche und lässt sich sowohl mit interaktiven Stiften als auch mit Boardmakern beschreiben. Wir wollten eine Oberfläche, die auch bei Technikausfall beschrieben werden kann bzw. soll der Raum auch für Kollegen nutzbar sein, die mit der Technik aus verschiedensten Gründen nicht arbeiten möchten. Das Board ist im Infokabinett fest an der Wand montiert, es gibt aber auch Lösungen die höhenverstellbar sind. Die Projektion übernimmt ein Ultra-Kurzdistanzbeamer von NEC mit 3.100 Ansi-Lumen mit einer Auflösung: 1.280×800 (WXGA). Obwohl der Beamer über 10 Watt-Lautsprecher verfügt, wurden externe Lautsprecher für eine bessere Tonqualität verbaut. Der interaktive Stift wird über eine Sensoreinheit mittels Infrarot- und Ultraschall angesteuert und kann die Maus vollständig ersetzen. Im Stift befindet sich eine herkömmliche Batterie vom Typ AAA, was sicherlich wenig Probleme verursacht. Akkus sollen nicht verwendet werden.

Bei der interaktiven Software handelt es sich um NEC e-Beam Kit education, ein interaktives Nachrüstkit für NEC Projektoren der M- und U- Serie. Die e-Beam Software macht einen aufgeräumten Eindruck und ist scheinbar leicht zu bedienen, was für Neueinsteiger sehr wichtig ist. Besonders gefällt das kreisförmige Steuerelement, das in seiner Größe verstellbar ist und somit auf der Oberfläche nicht störend wirkt. die Bedienung wirkt intuitiv und nicht kompliziert.

Eine Handschriftenerkennung von My Script steht als Download zur Verfügung und muss noch erprobt werden. Erfahrungsgemäß lohnt sich der Einsatz ehr nicht, da eine Nachbearbeitung zum Teil aufwendig ist. Wir werden sehen, wie die Software genutzt wird.  Weiterhin enthält das Softwarepaket DisplayNote als NEC Edition. Mit dieser cloud-basierten Anwendung ist es möglich Inhalte zu teilen sowie mehreren Teilnehmern zu präsentieren, es kann somit auch als kollaboratives Werkzeug verwendet werden. Der erste Eindruck ist in der angebotenen Version ehr spartanisch. Aber dazu später mehr.